Geschichte
Das Gegend es heutigen Prag war bereits im Paläolithikum dicht besiedelt. Durch den Erlass König Wenzels I. erhielt Prag um 1230 Stadtrecht und wurde zur königlichen Residenzstadt. Unter Karl IV. und Wenzel IV. wurde Prag zum Kaisersitz des Heiligen Römischen Reiches und gewann an wirtschaftlicher, politischer und kultureller Bedeutung. Im Jahr 1348 wurde die Karls-Universität gegründet, die erste Universität in Mitteleuropa. Die Stadt blühte auf und wurde zur viergrößten Stadt nördlich der Alpen. Durch die Hussitenkriege jedoch wurde sie schwer zerstört. Ende des 16. Jahrhunderts wurde Prag erneut Residenzstadt. Aus dieser Zeit stammen heute noch die vielen Kirchen und Palais.
Durch den Prager Fenstersturz kam es zum Dreißigjährigen Krieg. Das 19. Jahrhundert brachte einen gewaltigen kulturellen Aufschwung. Hier entstanden das Nationalmuseum und das Nationaltheater. Um 1860 verlor die Stadt die Mehrheit seiner deutschsprachigen Bevölkerung. Um 1900 wurde Prag zur Heimat für Künstler und Literaten. Am 4. Mai 1945 kam es zu einem Aufstand in Prag. Nach Kriegsende wurde die Prager Deutschen nahezu vollständig aus der Stadt vertrieben. Einige wurden interniert, andere umgebracht. Auch die meisten ansässigen Ungarn wurden enteignet und vertrieben.
Während des gesamten 20. Jahrhunderts war Prag stets eine Metropole in Europa. Egal, welche politische Strömung gerade die Oberhand hatte, konnte dem nichts anhaben. Im Frühling des Jahres 1968 kam es zum so genannten "Prager Frühling", in dem versucht wurde, den autoritären Sozialismus durch einen menschlichen Sozialismus zu ersetzen. Der Aufstand wurde allerdings gewaltsam niedergeschlagen. 1989 kam es zur so genannten Samtenen Revolution, bei der das Ende der sozialistischen Regierung zugleich das Ende der Tschechoslowakei wurde. Dei Prager Botschaft war zuvor Zufluchtsort vieler Flüchtlinge aus der DDR geworden und schon allein aus diesem Grunde schrieb die Stadt wieder einmal Weltgeschichte, wie schon so oft seit ihrem Bestehen.